Aesthetische Parodontalchirurgie

Die ästhetische Parodontalchirurgie ermöglicht die Wiederherstellung natürlicher Verhältnisse von Zahnkrone (natürlicher Zahn, Zwischenglied oder Implantat) und umgebenden Weichteilen (Gingiva) und gewinnt in der Ästhetik an Bedeutung. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die häufigsten Problemsituationen in der Praxis und deren Behandlungsmöglichkeiten.

1. Asymmetrischer Gingivaverlauf

Falls man beim Lachen das Zahnfleisch entblösst, ist ein harmonisch arkadenförmiger Gingivaverlauf für ein strahlendes Aussehen mitverantwortlich. Bei einem asymmetrischen Zahnfleischverlauf kann mit Hilfe des Zahntechnikers auf dem Modell die optimale Zahnkrone/Zahnfleisch-Beziehung anschaulich modelliert werden. Bei Übereinstimmung Ihrer Wunschvorstellung und unserer Beurteilung der Durchführbarkeit kann mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffes die Situation vom Modell auf die dentale Situation übertragen werden.

2. Gingivatätowierung

Bei früheren zahnärztlichen Arbeiten kann es zu Einlagerungen von Amalgampartikeln ins Zahnfleisch gekommen sein, die sich als blau-schwarze Verfärbungen manifestieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese ästhetisch störenden Gingivatätowierungen zu entfernen. Gerne beraten wir Sie!

3. Rezessionen

Eine Rezession bezeichnet den entzündungsfreien, lokalen Rückgang des Zahnfleisches (und ev. des Knochens) an der Aussenfläche des Zahnes und ist durch die Freilegung und Veränderung der Wurzeloberfläche gekennzeichnet. Als häufigste Begleiterscheinungen treten Zahnhalsüberempfindlichkeit, keilförmige Defekte am Zahnhals, ästhetische Einbussen und Wurzelkaries infolge mangelhafter Mundhygiene auf. Rezessionen können in der Regel durch eine sorgfältige und schonende Mundhygienetechnik gestoppt werden. Das Prophylaxeteam unterstützt Sie kompetent bei der Umstellung der Putztechnik und Auswahl der richtigen Zahnbürste. Vertiefen sich Rezessionen nach diesen Massnahmen trotzdem oder ist eine ästhetische Korrektur der entblössten Wurzeloberfläche erwünscht, so ist eine Rezessionsdeckung sinnvoll. Bei der Wahl der geeigneten Rezessionsdeckung müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: Ursache der Rezessionsbildung, Anzahl und Ausdehnung der Rezessionen, Zustand der knöchernen Verankerung des Zahnes, Mundhygiene und vieles mehr. Das Ziel des chirurgischen Behandlungskonzept ist die Verbesserung der Hygienefähigkeit, die Deckung freiliegender Zahnhälse, die Stabilisierung und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Zahnfleischsaumes und die ästhetische Korrektur.

4. Lokaler Knochenkammdefekt

Ein lokaler Knochenkammdefekt bezeichnet ein volumetrisches Defizit an Knochen- und Weichgewebe, das typischerweise bei einer Einzelzahn- oder Mehrzahnlücke auftritt und häufig durch einen entzündlichen Prozess entstanden ist. Auch die Entfernung eines Zahnes oder Wurzelrestes führt zu einer Auflösung des umgebenden Knochens. Wird dieser entstandene Volumenverlust vor Anfertigung einer neuen festsitzenden Rekonstruktion nicht korrigiert, kann das zu ästhetischen oder funktionellen Beeinträchtigungen führen. Die Zahnzwischenräume sind vergrössert, die Speiseresten bleiben vermehrt zwischen den Zähnen hängen und eine feuchte Aussprache kann als störend empfunden werden. Die Grösse des Defektes bestimmt die Art der chirurgischen Therapie. Gerne beraten wir Sie!

Dres. med. dent. Thomas Müller & Benjamin Weidmann - Moserstrasse 27- 8200 Schaffhausen - Telefon 052 625 46 25 - info(at)mueller-weidmann.ch