Weisheitszähne

Viele Patient/Innen sind verunsichert, ob die Weisheitszähne wirklich entfernt werden müssen. Die folgenden Informationen sollen Sie umfassender orientieren und Ihnen die Entscheidungsfindung erleichtern.

Als retiniert wird ein Zahn bezeichnet, der zum normalen Zeitpunkt seines Durchbruchs noch nicht in der Mundhöhle zu sehen ist. Es kann sein, dass er nur teilweise durch die Schleimhaut ragt, direkt darunter liegt oder sogar noch vollständig von Knochen umgeben ist (impaktiert).

Indikationen der Extraktion
Die Tatsache allein, dass ein Zahn zur üblichen Zeit nicht durchgebrochen ist, stellt noch keinen Grund zur Entfernung dar. Die Beurteilung retinierter Zähne erfolgt somit immer individuell mit den entsprechenden klinischen und röntgenologischen Befunden (Panoramaschichtaufnahme).
Im Folgenden sind die häufigsten Gründe für die sinnvolle Entfernung der Weisheitszähne aufgeführt:

  • nur teilweiser Durchbruch der Zahnkrone mit lokaler Infektion (wiederholt schmerzhaft)
  • Retention mit Zystenbildung
  • Karies oder Nervenentzündung (Pulpitis)
  • parodontale Taschenbildung zum Nachbarzahn
  • Resorptionen an benachbarten Wurzeln
  • aus prophylaktischen Gründen, wenn die Reinigung (besonders im Zwischenraum) ungenügend ist und die Nachbarzähne geschädigt werden.
  • aus kieferorthodontischen Gründen zur Behebung eines Engstandes

Zeitpunkt der Extraktion
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Weisheitszahn zu entfernen, bevor er einen möglichen Schaden an benachbarten Zähnen verursacht hat (prophylaktisch). Da die Komplikationen mit zunehmendem Alter häufiger werden, empfiehlt sich die Situation ,vor dem 25. Lebensjahr abzuklären, d.h. bevor das Wurzelwachstum vollständig abgeschlossen ist.
Auf alle Fälle informieren wir unsere Patient/innen über vorhandene retinierte Weisheitszähne, bestehende Probleme oder mögliche Auswirkungen bei Belassen der Zähne. Individuell wird mit Hilfe des Röntgenbildes die Lage des Zahnes, das chirurgische Vorgehen der Entfernung, mögliche Risiken und die Nachsorge besprochen. Am Schluss entscheiden Sie!

Zahlt die Krankenkasse die Behandlung?
Die Krankenkassen bezahlen nur die Entfernung von Weisheitszähnen, die einen Krankheitswert aufweisen (z.B. Zystenbildung). Selbstverständlich werden wir bei den entsprechenden Situationen den Krankenkassen ein Gesuch um Kostengutsprache einreichen. Wir können für eine Übernahme der Kosten keine Garantie geben.

Dres. med. dent. Thomas Müller & Benjamin Weidmann - Moserstrasse 27- 8200 Schaffhausen - Telefon 052 625 46 25 - info(at)mueller-weidmann.ch